Die meisten Trading-Konten gehen nicht kaputt, weil der Trader die falschen Coins gehandelt hat — sondern weil eine einzelne Position zu groß war. Ein 80%-Gewinn-Trade bringt nichts, wenn eine schlechte Woche vorher 100% des Kontos vernichtet hat.
Die 1%-Regel besagt: riskiere pro Trade maximal 1% deines Gesamtkontos — nicht 1% deiner Positionsgröße, sondern 1% dessen, was du tatsächlich verlierst, wenn dein Stop-Loss auslöst.
Bei 1% Risiko pro Trade braucht es 10 Verlust-Trades in Folge, um etwa 10% des Kontos zu verlieren (durch den Zinseszinseffekt sogar etwas weniger). Bei 10% Risiko pro Trade reichen dagegen 3-4 Verlust-Trades, um die Hälfte des Kontos zu vernichten. Verlustserien sind normal — die Positionsgröße entscheidet, ob man sie übersteht.
Beispiel: 1.000 € Konto, 1% Risiko = 10 €. Entry bei 100, Stop bei 95 → Stop-Abstand 5. Positionsgröße = 10 ÷ 5 = 2 Einheiten (Positionswert 200 € bei Entry-Preis 100 — der Rest ist Hebel/Margin-Frage, nicht Risiko-Frage).
Den Rechner dafür gibt's hier: Position-Size-Rechner.
Viele verwechseln Positionsgröße mit Risiko. Eine große Position mit engem Stop kann weniger riskant sein als eine kleine Position mit weitem Stop — es zählt allein der Betrag, den du beim Stop-Loss tatsächlich verlierst.